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Hans Kruppa wurde am 15. Februar 1952 in Marl (Westfalen) geboren.
Als Jugendlicher begeisterte er sich für englische Popmusik und begann, autodidaktisch Gitarre zu lernen. Er war ein talentierter Tennisspieler und nahm an zahlreichen Turnieren teil.
Im Frühjahr 1970 beendete er seine Schulausbildung mit dem Abitur und beantragte die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer.
Im Herbst 1970 immatrikulierte er sich für Anglistik, Amerikanistik und Sport an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und schloß sein Studium 1975 mit dem ersten Staatsexamen ab. Im selben Jahr wurde er als Kriegsdienstverweigerer anerkannt.
Während seines Studiums veröffentlichte er Gedichte und Prosa in Literaturzeitschriften und publizierte 1976 seinen ersten Roman in einem Freiburger Kleinverlag.
Was als spielerisches Experimentieren mit dem Medium Sprache angefangen hatte, entwickelte sich nach und nach zu dem Bedürfnis, Gedanken und Gefühlen schriftlichen Ausdruck zu verleihen. Das Schreiben half ihm, Erkenntnisse und Erfahrungen festzuhalten, Phantasie und Intuition zu Wort kommen zu lassen.
Von 1975 bis 1977 intensivierte er seine schriftstellerische Tätigkeit, wobei ihm bewußt wurde, daß der kreative Umgang mit der Sprache mehr als ein Bedürfnis war, sondern eine wachsende Leidenschaft, die nach Entfaltung verlangte.
1977 zog er von Freiburg nach Bremen, wo er ein Lehramtsreferendariat absolvierte, das er mit dem zweiten Staatsexamen abschloß. Schon während dieser praxisnahen Ausbildung wurde ihm bewußt, daß der Lehrerberuf nicht der richtige für ihn war. Dennoch unterrichtete er noch zwei Jahre an einem Gymnasium, bis er 1981 endgültig die Lehrertätigkeit aufgab, um sich ganz dem Schreiben zu widmen und seine Berufung zu seinem Beruf zu machen.
Seitdem lebt er als freier Schriftsteller.
Sein erster, 1981 veröffentlichter Gedichtband wurde in Die Zeit positiv rezensiert: "Der Lyriker probiert auch ‚Schönwetterworte', und mit ihnen stellt sich Phantasie ein, Leichtigkeit."
In einer Besprechung seines zweiten, 1983 erschienenen Gedichtbandes urteilte die WAZ über seine Poesie: "Das steht ganz eigenständig in der Tradition großer deutscher Lyrik."
Es folgten weitere Gedichtbände sowie Aphorismensammlungen, Märchen, Erzählungen, Kurzgeschichten und Romane, mit denen sich nach und nach die Schaffensfreude und Vielseitigkeit des Autors zeigte.
1987 erschien Hans Kruppas bislang größter Bucherfolg, der Märchenroman "Das Zauberbuch", der eine Auflage von über 350.000 Exemplaren erreichte.
Seine Liebesgedichtbände, von denen einige zu Bestsellern wurden, trugen ihm den von den Stuttgarter Nachrichten verliehenen Ehrentitel des "unangefochtenen Meisters der Liebeslyrik" ein, während ihn die Deutsche Presse Agentur zum "literarischen Botschafter der Liebe" ernannte.
"Er vermittelt durch seine Arbeiten Hoffnung, Lebensbewältigung, Kraft. Und das macht ihn so wichtig", schrieb die Passauer Neue Presse über ihn.
Zahlreiche seiner Gedichte, Aphorismen und Erzählungen wurden in Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften, in Kalendern und Schulbüchern abgedruckt und von diversen Radiosendern ausgestrahlt.
Durch die Veröffentlichung von rund dreihundert Photos als Illustrationen zu fünfzehn seiner Gedicht- und Aphorismenbände trat er als Naturphotograph hervor. Mit zwei Lyrik-Musik-CDs, auf denen er selbst komponierte Songs singt und spielt, zeigte er sich von seiner musikalischen Seite.
Mit der Zeit erwies sich Hans Kruppa nicht nur als vielseitiger, sondern auch als produktiver Autor, dessen Bücher in bekannten Verlagen wie Schneekluth, Goldmann, Page & Turner, Herder, Coppenrath, Knaur, Ullstein und arsEdition erschienen.
Heute gilt er als einer der meistgelesenen deutschen Dichter, Aphoristiker und Märchenautoren. Seine Gedichte und Märchen, Erzählungen und Romane, Aphorismen und Kurzgeschichten hat er in mehr als hundert Büchern mit einer Gesamtauflage von über zwei Millionen veröffentlicht. Übersetzungen mehrerer seiner Werke erschienen in Südkorea, Spanien, Italien und den Niederlanden.
Für sein literarisches Schaffen wurde Hans Kruppa mit dem New Yorker "Otto-Mainzer-Preis" ausgezeichnet.


© an Text und Photos by Hans Kruppa